08.Mai 2006

Wo stehe ich nur? Am Anfang oder doch schon am Ende? Und doch bin ich noch so jung. Alt...alt ist man erst, wenn man von gestern ist. Oh ja, ich bin alt. Wenn nicht sogar noch von vorgestern. Oder doch vom letzten Jahr? Was hab ich denn nur bloß bis hier her getan?!? So schnell die Zeit vergangen... Und doch so wenig geschafft. Hinter der Zeit, zwischen den Träumen. Und doch fühle ich mich hier wohl. Ist mir bisher kein großes Leid passiert. Oder, naja, vielleicht doch. Vielleicht sogar sehr. Vielleicht wollte ich es nur verdrängen. Und jetzt? Jetzt wo ich schon mal drüber nachdenke? Was könnte ich verändern?

Ziellos kreisen mir die Gedanken durch den Kopf. Immer, jede Stunde, jede Minute. Und doch komme ich zu keinem Ergebnis. Bin viel zu träge, einen klaren Gedanken zu fassen. Ruhe mich lieber aus. Von was, das weiß ich nicht so genau...

So vergehen Tage und Stunden, Jahre und Sekunden. Und egal wie sehr man esich wünscht, es verändert sich nichts. Ein paar mal schon selbst versucht. Mal hat es geklappt, eine neue Erfahrung. Aber war es doch nicht so das Wahre. Was hat es mir gebracht?

Gibt es nun Schicksal und ich warte weiter? Oder ist dies nur eine faule Ausrede meinesgleichen? Schicksal, -die große Liebe, Erfolgreich im Job, -Job, was fürŽn Job? Immernoch Schüler, manche Arbeitslos. Was für Žne Liebe? Immernoch single oder schon getrennt. W a s f ü r e i n S c h i c k s a l ? Immernoch träge oder doch schon tod??? Wenn ich schonmal lebe, dann kann ich daraus ja wenigstens irgendetwas machen, und wenn ich doch nur verliere. Sterben möchte ich ja nicht. Und selbst wenn, vielleicht werde ich ja tatsächlich wieder geboren. Und muss das gleiche nochmal von vorne beginnen. Dann stehe ich wieder hier. Und doch habe ich Träume. Die Hoffnung ist ja noch da, sie zu verwirklichen.Obwohl so oft gescheitert oder keinen Mut.

Wenn man einmal unten ist, dann ist wieder aufsteigen das Allerschwerste und mit einem Mal klappt es kaum. Und je öfter man wieder fällt oder fallen gelassen wird, desto geringer wird der Mut.

So hart es klingt und so Leid wie es mir tut, -aber eine andere Lösung finde ich nicht; Nur mit der härtesten Selbstdisziplin kommt man da wieder raus. Es gibt keinen anderen Weg, die Schwerkraft ist da, die einen nach unten zieht, ob ein Engel kommt, das weiß ich nicht und vielleicht ist es dann  schon zu spät.

Jeden Tag, drei mal an sich selbst geglaubt, drei mal am Tag einfach nur an sich gedacht, drei mal am Tag sich im Spiegel angelacht, drei mal am Tag was mutiges gemacht. Und wenn es nur einmal war, war es besser als kein Mal, denn du bewegst dich voran, holst die Zeit wieder ein. Manchmal liegst du auch wieder zurück. Aber in dieser Situation ist es auch mal gut, die Niederlagen zu ignorieren, nicht verdrängen, aber einfach schnell vergessen. Dann zerren sie nicht mehr so hart an dir.

© Dolly1

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