U-Bahn Crises..
..oder Frauen und der Orientierungssinn?


Recht merkwürdig, wie es möglich ist, wie ein Reisespezialist verzweifeln kann, wenn er mit der U-Bahn fahren muss. Okay, S-Bahn und Tram wären auch noch zwei Optionen gewesen, aber als ich in Frankfurt ankam, wollte ich mich wenigstens zunächst an meinen selbsterstellten Plan aus einem Mix von Google Earth, Virtual Earth und dem RVM orientieren, um eine Katastrophe der vollkommenen Verirrung wie zuletzt in London, zu vermeiden. Doch erstmal war die Aufgabe zu bewältigen die richtige U-Bahnlinie zu finden. In Vollkommenheit als Tourist enttarnt, stackste ich mit Koffer und Zetteln wie eine Irre durch den Strom anderer Irrer, Geschäftsmenschen und anderen Reisenden. Sehr überrascht befanden sich mein Anhang und ich schon wenige Minuten später in der richtigen U-Bahn. Dort wurde den Passanten inklusive mir gleich das ultimative live-Kino vorgetragen, was Dorftrottel wie ich vermutlich spannender fanden, als Einheimische.

"Fahrkartenkontrolle! Die Fahrkarten!!" Der dunkelhaarige Securitymann kam zum Vorschein und lief im schnellen Schritt in geduckter Haltung bis ans Ende unseres Abteils, an dem sich auch andere Security´s mit der hellen Aufschrift "Security" auf den dunklen Jacken, befanden. Sie schauten alle düster aufmerksam umher und schon hatten mich zwei im Visir, denn ich musste natürlich genau dann Aussteigen, als Einziger diesen Abteils! Sodass ich mich als Hauptverdächtiger entpuppte. Zudem ich auch noch, überrumpelt von der warmen Großstadtluft, nach Luft japste und nervös erschien. Ein Jugendlicher ohne Fahrschein lenkte sie ab. Der Security nahm ihn aber mit und stellte sich zum Ausgang, wo ich mich bereits befand. Dann musste ich mich der Prüfung durchziehen und war heilfroh, dass ich es wenigstens dazu gebracht hatte, das richtige Ticket zu lösen. Darüber war ich mir nämlich zunächst auch gar nicht so sicher, wie ich mir nun nicht sicher war, wo ich nun umsteigen musste.

Treppe hoch, Treppe wieder runter. Schon wieder hier? -Ups. Treppe wieder hoch. Andere Treppe runter. Hmmm.. Treppe wieder hoch. -Ah doch richtig. Und wieder runter. Einsteigen, Station warten..Station warten... Puuuh 8), - richtig! Okay, erste große Hürde bewältigt. Andere Zettel rauskramen. Auf welcher Seite des Bahnhofes bin ich nun? Ob ich nun eher das U-Bahnnetz oder weiblichen Konzentration in Frage stellen sollte, verdrängte ich erstmal schön. Wenigstens hat sich die Software bewährt und nach nur wenigen Minuten war das Hotel gefunden.

Alle weiteren U-Bahnfahrten, die sich teils unbeabsichtigt durch die frühe Nacht des selben Abends an und durch den gesamten folgenden Tag führten, waren fifty fifty gut und katastrophal, wo ich z. B. unter Anderem einanhalb Stunden brauchte, um von A nach B zu gelangen, die lediglich 4,2 Kilometer auseinanderliegen.. Oder in der Nähe von Offenbach landete.. Sowie das Katastrophale, aber auch auch das Gute :) ist einem einheimischen Superhelden zu verdanken, der hier an dieser Stelle herzlich gegrüßt ist *G* Somit kann ich den zweiten Teil der Überschrift getrost streichen oder ihr aber eine dritte Frage hinzufügen? Liebe Männer, ich erspare euch dies und lasse euch dieses Amüsement. Wir Mädels denken uns unseren Teil und stecken mit einem viel größerem Grinsen weg, was wir gerade wieder dazugelernt haben. ;P

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