12.07.2006
Workaholic im Wettlauf mit der Zeit

(Folgen, wenn man Texte wie "Traum dich" schreibt, was einem dann Angst einjagt *lol*)



Empfindest du bei dem Anblick dieser Bilder Stress oder Ansporn? Die letztere Wahl lässt vermuten, dass du auch ein Workaholic bist. Jede Minute in Aktion, - jede Stunde des Tages gut ausschöpfen. Viel erleben. Man findet noch nicht einmal in der Badewanne Entspannung, da der Kopf ununterbrochen arbeitet: „Was tue ich gleich als erstes, wenn ich fertig mit dem und dem bin? - War das, was ... heute gesagt hat wirklich ernst gemeint? - Ich muss noch mal meine Recherche überarbeiten, - das muss perfekt werden. Warum lebt man eigentlich? Gibt es Gott?“

Immer auf der Suche nach Antworten rennt man durch das Leben. Man möchte schnell sein und dabei kaum Zeit verlieren. Man möchte seine Ziele erreichen, man möchte viel geleistet haben. Wenn man längere Zeit nichts gemacht hat, was einem sinnvoll erscheint, dann dreht man durch. Und einschlafen kann man auch kaum.

Warum hat man das? Hat man Angst vor dem Älterwerden? - Vor einem langweiligem Leben? - Davor, etwas zu verpassen? Wieso kann man nicht einmal ganz locker in den Tag starten und das Leben genießen? Es kann alle diese Ursachen haben. Entweder einem fallen die ersten grauen Haare aus und nimmt dies als Drohung auf, bald nichts mehr machen zu können. Oder man möchte sofort einen tollen Job finden etc, damit man ein schönes Leben gesichert hat.

Dies sind Ängste und die Handlungen quasi Sucht. - Verhaltenssucht. Man richtet den ganzen Tag nach seiner Angst. Man bildet sich ein, die Zeit würde einem davonrennen. Man denkt, es liegt am Älterwerden. Aber eigentlich ist die Zeit immernoch so wie sie ist. Man steht halt vor der Zeit und hat Angst dass die Zeit einen einholt. „Wenn die Zeit gekommen ist...“

Dabei vergisst man alles um sich herum, was einen gefallen hat. Schnell wird es verdrängt, weil man Angst hat, soetwas nicht nocheinmal erleben zu können. Und somit verpasst man quasi sein ganzes Leben. Man hat nicht wirklich gelebt. Man ist auch nicht der Zeit nachgelaufen. - Man ist vor ihr weggerannt.

Sich dieses einzugestehen ist schon die halbe Miete. Dann muss man dieses Problem beseitigen. Sich darauf konzentrieren, was man wirklich will. Egal ob es zwei oder zehn Sachen sind. Man lernt sie sich auf die Woche einzuteilen.

Und auch dies gelingt nur mit großer Selbstdisziplin.

© Dolly1



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